Gesundes Hören braucht alle Frequenzen
Das Gehör ist eines unserer empfindlichsten Organe – zehnmal komplexer aufgebaut als das Auge und 24 Stunden am Tag aktiv. Die Sinneszellen im Innenohr bestehen aus allerfeinsten Härchen, die eingehende Schallwellen in Nervenimpulse umwandeln. Werden diese Haarzellen einer zu hohen Lärmbelastung ausgesetzt, knicken sie einfach um wie Streichhölzer. Der Schaden ist irreparabel.
Bereits eine Dauerlärmbelastung von 80 dB oder ein kurzzeitiger Impulslärm von 135 dB kann zu einem Verlust des gesunden Hörvermögens führen. Vor allem die hohen Frequenzen, die für ein korrektes Sprachverständnis wichtig sind, können dann nicht mehr wahrgenommen werden. Das Hören wird dumpf. Kommunikation wird für die Betroffenen zum Stressfaktor.
Nicht umsonst schreiben die gesetzlichen Lärmrichtlinien vor, dass Bereiche mit einem Tages-Lärmexpositionspegel ab 85 dB besonders zu kennzeichnen sind und dort Gehörschutz getragen werden muss. Denn längst zählt Lärmschwerhörigkeit zu den häufigsten Berufskrankheiten. Und neben dem drohenden Gehörverlust, der oft mit einem penetranten Pfeifgeräusch (Tinnitus) einhergeht, führt andauernde Lärmbelastung zu Nervosität, Schlafstörungen, Konzentrationsschwäche, abnehmender Produktivität und zunehmenden Arbeitsunfällen.

























